Thüringer Huckelkuchen


In einem alten Schulkochbuch, welches ich auf einem Flohmarkt für 50 Cent erworben habe, entdeckte ich ein Rezept für folgende Thüringer Spezialität. Man kennt es in der Gegend auch unter dem Namen Prophetenkuchen oder Aufläufer. Ich kannte bisher weder eine der drei Bezeichungen noch habe ich je eine solch huckelige Süßspeise gegessen. Und nachdem ich diese Köstlichkeit nachgebacken habe, empfinde ich das als große Lücke in meinem bisherigen Dasein.
Der Teig ist schnell angerührt, schnell gebacken und ebenso schnell auf dem Tisch. 

Im Originalrezept wird der gebackene Kuchen dick mit flüssiger Butter bestrichen und mit Puderzucker bestäubt.
Damit ich das Eiweiß verwertet bekomme, habe ich es zu Schnee geschlagen, auf den gebackenen Fladen verteilt, noch wenige Minuten gebacken und auf die Butterschicht verzichtet.

Wichtige Mitteilung an alle Teigschlecker: laßt es, der schmeckt roh überhaupt nicht!
 
Ganz wichtig scheint wohl der hochprozentige Alkohol zu sein der hier verwendet wird. Nur dadurch soll der Kuchen huckelig werden.




Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen

Für ein Backblech:

8 Eigelb
8 EL Öl
8 EL Rum 54 %
8 EL Mehl
in dem Mixtopf geben und 30 Sekunden/Stufe 4 gut verrühren.


Ohne TM:

– Eigelbe schaumig schlagen

– Öl darunter rühren
– Rum unterrühren
– gesiebtes Mehl einrühren
 

Den Teig auf ein mit Backfolie ausgelegtes Blech streichen und 10 Minuten bei 200 Grad backen.
In der Zwischenzeit die Eiweiße steif schlagen, dabei 3 EL Puderzucker
hinzufügen, auf dem Kuchen verteilen und weitere 5 Minuten backen bis Schneeleicht gebräunt ist.